Jeder Huf erzählt seine eigene Geschichte.
Kein Huf gleicht dem anderen. Deshalb orientiert sich die Barhufbearbeitung nicht an einem festen Schema, sondern an den individuellen Gegebenheiten jedes einzelnen Hufes.
Jede Bearbeitung beginnt mit einer sorgfältigen Beurteilung der Hufsituation. Anatomie, Biomechanik sowie die natürlichen Voraussetzungen des einzelnen Hufes bilden die Grundlage für eine individuell angepasste Bearbeitung.
Ob regelmäßige Barhufpflege oder die Umstellung vom Beschlag auf Barhuf – jede Bearbeitung erfolgt mit der Zeit und Aufmerksamkeit, die sie erfordert.
Denn gute Hufbearbeitung beginnt nicht mit einer Methode, sondern mit dem genauen Hinsehen.
Was ist Huforthopädie
Huforthopädie ist eine Form der Barhufbearbeitung, bei der jeder Huf individuell betrachtet wird.
Sie umfasst die fachgerechte Bearbeitung des Barhufs ebenso wie die Umstellung eines beschlagenen Pferdes auf Barhuf. Der Blick richtet sich dabei gezielt auf die zugrunde liegenden Ursachen und nicht nur auf oberflächliche Beschwerden – so kann die Hufgesundheit bestmöglich unterstützt werden.
Da sich Pferde und Hufe stark voneinander unterscheiden, gibt es kein einheitliches Bearbeitungsschema: Jedes Pferd und jeder Huf wird einzeln beurteilt und entsprechend bearbeitet, wobei stets die am Huf wirkenden Kräfte berücksichtigt werden. Abrupte Veränderungen der Hufstellung werden bewusst vermieden, damit Fehlstellungen erst gar nicht entstehen oder frühzeitig ausgeglichen werden können. Bereits bestehende, irreversible Veränderungen fließen ebenfalls in die Beurteilung mit ein.
Grundlage der Huforthopädie sind Kenntnisse über Anatomie, Biomechanik und die Funktion des Hufes. Ziel ist es, den Huf so zu bearbeiten, dass seine natürliche Funktion bestmöglich unterstützt wird.
Huforthopädie ist keine Methode nach festem Schema, sondern eine individuell an den Barhuf und seine anatomischen Gegebenheiten angepasste Bearbeitung.
Jeder Huf wird einzeln beurteilt und entsprechend bearbeitet.
Abrupte Stellungsveränderungen werden vermieden.
4–5 Wochen Intervall als Standard, individuell anpassbar.
Früh beginnen, um Fehlstellungen vorzubeugen.
Wissenswertes
Im Krankheitsfall ist immer ein Tierarzt oder entsprechend qualifizierter Tiertherapeut hinzuzuziehen! Die Hufbearbeitung ist nicht als Ersatz, sondern als Ergänzung zu sehen.
Hufrehe (Laminitis) ist die Störung der Verzahnung zwischen Huflederhaut und Hornkapsel – dem sogenannten Hufbeinträger.
Die endokrinopathische Rehe ist die häufigste Form und umfasst alles, was mit einer Insulin-Dysregulation zu tun hat. Ihr Anteil wird auf 90 Prozent oder mehr aller Fälle beziffert. Dazu zählen ausdrücklich drei Auslöser: EMS, PPID und die Gabe von Glukokortikoiden – ein Pferd bekommt wegen Husten oder Ekzem Kortison und entwickelt danach Rehe.
Das übrige Zehntel umfasst die akuten Ursachen: Vergiftungen, plötzliche Überfütterung (die ausgeräuberte Kraftfuttertonne), Nachgeburtsverhaltung oder Medikamentenunverträglichkeiten. Auch die Vergiftungsrehe gehört hierher, etwa nach Aufnahme giftiger Pflanzen.
Allein Galopp auf hartem Boden – die sogenannte „Belastungsrehe“ – bewirkt diese Beschädigung in den Hufen nicht.
Der Hufbeinträger (Aufhängeapparat des Hufbeins) ist die gesamte Verzahnungsstruktur zwischen der äußeren Huflederhaut und der Innenseite der Hornkapsel. Er besteht aus ca. 550–600 primären Lamellen (blattartige Falten), die wiederum jeweils 150–200 sekundäre Lamellen tragen. Dermale (lederhäutige) und epidermale (hornige) Lamellen greifen wie ein Reißverschluss ineinander. Diese enorm vergrößerte Kontaktfläche trägt das gesamte Körpergewicht des Pferdes und hält das Hufbein wie in einer Hängematte innerhalb der Hornkapsel in Position. Bei Hufrehe löst sich genau diese Verzahnung – das ist der eigentliche strukturelle Schaden.
Die bereits geschädigten Lamellen heilen nicht im Sinne von „zurückschnappen“. Aber der Huf wächst komplett neu nach (ca. 9–12 Monate von Krone bis Tragrand). Wenn die auslösende Ursache im Griff ist und mechanisch korrekt bearbeitet wird (Zehe kurz halten, Hebelkräfte reduzieren), kann die neu nachwachsende Lamellenverbindung wieder korrekt und parallel einwachsen. Der alte, geschädigte Hornabschnitt wächst dann komplett aus. Nach vollständigem Hufwachstumszyklus kann der Huf wieder eine strukturell weitgehend normale Aufhängung haben – ein kompletter Neuaufbau durch gesundes Wachstum unter guten Bedingungen.
Weiterführender Artikel: Hufrehe – und jetzt? – Huforthopädie Zentrum Deutschland
Diese Informationen dienen der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei Verdacht wende Dich bitte umgehend an Deine Tierärztin oder Deinen Tierarzt.
Cushing-Pferde haben durch die hormonelle Dysregulation (erhöhtes ACTH, gestörter Insulinstoffwechsel) ein deutlich erhöhtes Risiko für Hufrehe – sie zählt zu den gefürchtetsten Folgeerkrankungen. Deshalb lohnt sich bei Reheverdacht immer auch ein Blick auf mögliche Cushing-Anzeichen, und umgekehrt sollten Cushing-Pferde regelmäßig auf Rehe-Symptome hin beobachtet werden.
Eine der auslösenden Ursachen ist das Equine Cushing-Syndrom (PPID): In der Pars intermedia der Hirnanhangsdrüse kommt es zu einer Vergrößerung bzw. gutartigen Wucherung der Zellen. Normalerweise wird diese Region durch Dopamin aus dem Hypothalamus gebremst. Bei PPID gehen die dopaminproduzierenden Nervenzellen zugrunde – oft durch oxidativen Stress im Alter. Fehlt die Bremse, schütten die Zellen der Pars intermedia unkontrolliert Vorläuferhormone aus, u.a. ACTH. Das treibt die Nebennieren an, dauerhaft zu viel Cortisol zu produzieren. Chronisch erhöhtes Cortisol wirkt ähnlich wie Insulin-Dysregulation: Es fördert Insulinresistenz, stört die Glukoseverwertung und begünstigt entzündliche Prozesse in der Huflederhaut.
Standardmedikament ist Pergolid, ein Dopamin-Agonist. Es ersetzt quasi die fehlende Dopamin-Bremse und normalisiert die ACTH-Ausschüttung. Die Dosis wird individuell über ACTH-Kontrollen eingestellt, dazu kommt meist eine angepasste, zucker- und stärkearme Fütterung. Mit stabil eingestelltem ACTH/Cortisol sinkt die Insulinresistenz oft deutlich – der Hufbeinträger regeneriert sich, und das Risiko für neue Reheschübe sinkt erheblich.
PPID (Pituitary Pars Intermedia Dysfunction) ist der medizinische Fachbegriff für das, was man umgangssprachlich „Cushing beim Pferd“ nennt. Dabei degeneriert ein Teil der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse), genauer die Pars intermedia. Diese Zellen produzieren dann unkontrolliert zu viele Hormone, weil eine hemmende Nervenverbindung über Dopamin nicht mehr richtig funktioniert.
ACTH (Adrenocorticotropes Hormon) ist eines der Hormone, die dabei im Übermaß ausgeschüttet werden. Es wirkt normalerweise als Botenstoff: von der Hypophyse zu den Nebennieren, wo es die Produktion von Cortisol (einem Stresshormon) anregt. Bei PPID ist ACTH dauerhaft erhöht, was wiederum zu chronisch erhöhtem Cortisol führt – das erklärt viele der Symptome wie Muskelabbau, Immunschwäche und eben auch das erhöhte Hufrehe-Risiko.
Kurz gesagt: PPID ist die Krankheit, ACTH ist der Laborwert, den Tierärzte messen, um sie zu diagnostizieren (meist per Bluttest). Ein erhöhter ACTH-Wert im Blut ist einer der Hauptindikatoren für PPID.
Diese Informationen dienen der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei Verdacht wende Dich bitte umgehend an Deine Tierärztin oder Deinen Tierarzt.
Pferde mit EMS zeigen typischerweise folgende Anzeichen:
Häufig ist die Hufrehe das erste sichtbare Warnsignal – bis dahin wirken betroffene Pferde oft äußerlich gesund und lediglich etwas rundlich.
Das Equine Metabolische Syndrom ist eine Stoffwechselerkrankung, deren Kern eine Insulinresistenz ist: Die Körperzellen reagieren zunehmend schlechter auf Insulin, das normalerweise dafür sorgt, dass Zucker aus dem Blut in die Zellen aufgenommen wird. Als Folge bleibt der Insulinspiegel im Blut dauerhaft erhöht, während die Zellen trotzdem nicht ausreichend mit Energie versorgt werden.
Begünstigt wird EMS vor allem durch:
Anders als PPID (Cushing) betrifft EMS meist jüngere bis mittelalte Pferde und ist eng mit Fütterung und Haltung verknüpft, nicht mit einer altersbedingten Degeneration der Hirnanhangsdrüse.
Der dauerhaft erhöhte Insulinspiegel ist der entscheidende Faktor: Hohe Insulinkonzentrationen im Blut wirken direkt schädigend auf die Huflederhaut. Sie fördern eine übermäßige Wachstumsreaktion der Hornröhrchen und stören gleichzeitig die Durchblutung im Huf. Das Ergebnis ist eine Schwächung der Verbindung zwischen Hufbein und Hornkapsel – die typische Grundlage einer Hufrehe.
Damit ist EMS neben PPID eine der beiden Hauptursachen für Hufrehe, und beide Erkrankungen können auch gemeinsam auftreten. Besonders tückisch: Die Rehe entwickelt sich bei EMS-Pferden oft schleichend und wird zunächst als steifer Gang oder Unlust zur Bewegung fehlgedeutet, bevor sie als ausgewachsener Rehe-Schub erkannt wird.
Bei Pferden mit Cresty Neck, hartnäckigem Übergewicht oder unklarer Steifheit lohnt sich frühzeitig ein Insulin- bzw. oraler Zuckertest, auch ohne akute Rehe-Symptome. Eine angepasste, zuckerarme Fütterung sowie kontrollierte, regelmäßige Bewegung sind die wichtigsten Maßnahmen, um das Hufrehe-Risiko bei EMS-Pferden dauerhaft zu senken.
Diese Informationen dienen der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei Verdacht wende Dich bitte umgehend an Deine Tierärztin oder Deinen Tierarzt.
Strahlfäule ist eine bakterielle Zersetzung des Strahlhorns. Fäulnisbakterien – allen voran Fusobacterium necrophorum – weichen das Horn auf, es entstehen Risse, durch die weitere Keime eindringen. Der Strahl zerfällt nach und nach zu einer schwarzen, schmierigen Masse. Der Prozess beginnt meist in der mittleren Strahlfurche.
Die Bakterien sind natürliche Darmbewohner des Pferdes und im Stall überall vorhanden. Entscheidend ist nicht ihre Anwesenheit, sondern das Milieu: Sie vermehren sich nur unter Sauerstoffausschluss. Schmutz, der eine Nische luftdicht verschließt, ist deshalb der eigentliche Auslöser.
Trockenlegen und Saubermachen ist die Grundlage. Ohne veränderte Haltung hilft kein Mittel dauerhaft, weil der Nährboden bestehen bleibt.
Auf Huföl und Hufteer sollte bei Strahlfäule verzichtet werden. Bei Blausprays ist Vorsicht geboten: Ihre Zusammensetzung schwankt stark, gemeinsam ist ihnen oft nur der blaue Farbstoff. Manche enthalten Antibiotika, die nur für andere Tierarten zugelassen sind – solche Präparate gehören in tierärztliche Hand.
Diese Informationen dienen der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei Verdacht wende Dich bitte umgehend an Deine Tierärztin oder Deinen Tierarzt.
Trotz des Namens ist Strahlkrebs kein Tumor. Es handelt sich um eine chronische Störung der Hornbildung mit Wucherung der Huflederhaut. Die blumenkohlartigen Zubildungen ähneln lediglich dem Erscheinungsbild eines Tumors – daher der irreführende Name. Fachlich heißt die Erkrankung Pododermatitis chronica verrucosa sive migrans, englisch equine hoof canker.
Eine weit fortgeschrittene Strahlfäule kann mit Strahlkrebs verwechselt werden. Das praktische Unterscheidungsmerkmal ist die Hornbildung: Bei Strahlfäule wird kaum noch Horn gebildet, beziehungsweise das gebildete wird von Keimen zerstört – es herrscht Zerfall. Beim Übergang zum Hufkrebs kommt die Hornbildung wieder in Gang, allerdings als „Nothorn“ mit vergrößerten, lose zusammenhängenden, schnell zerfallenden Zellen – es herrscht Fehlwucherung. Gesichert wird die Diagnose über eine Gewebeuntersuchung.
Eine gesicherte Ursache gibt es bis heute nicht. Mehrere Erklärungen stehen nebeneinander:
Keine dieser Spuren ist abgeschlossen. Treponemen wurden auch in gesundem Hufgewebe nachgewiesen, und der Gewebezerfall beim Hufkrebs erleichtert die Besiedlung durch Keime erst – die Bakterien könnten also ebenso Folge wie Ursache sein. Offen ist auch, ob die auf den Strahl beschränkte und die großflächige Form überhaupt dieselbe Erkrankung sind.
Die Therapie reicht von örtlich austrocknenden und desinfizierenden Präparaten bis zur vollständigen chirurgischen Entfernung des veränderten Gewebes. Sie zieht sich oft über Monate und neigt zu Rückfällen. Die Hufbearbeitung ist begleitend wichtig, ersetzt die tierärztliche Behandlung aber nicht.
Diese Informationen dienen der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei Verdacht wende Dich bitte umgehend an Deine Tierärztin oder Deinen Tierarzt.
Im Alltag werden beide Begriffe meist gleichbedeutend verwendet. Hier werden sie getrennt, weil zwei verschiedene Vorgänge dahinterstehen: Beim Hufgeschwür zersetzen Bakterien das Horn, beim Hufabszess bildet sich Eiter in der durchbluteten Huflederhaut. Ursachen und Behandlung unterscheiden sich entsprechend.
Hornzersetzende Bakterien sind überall am Huf unterwegs, meist Anaerobier, und normalerweise ist das kein Problem – solange das Horn schneller wächst, als es fault. Gelangen sie in einen tieferen Spalt, finden sie dort ideale Bedingungen vor: Luftabschluss, Feuchtigkeit und Horn als Nahrung.
Der Vergleich mit einer Blase trifft es am besten. Zum Problem wird das zersetzte Horn erst dann, wenn es eingeschlossen ist und auf die Lederhaut drückt.
Und deshalb kommt der Schmerz so plötzlich: Solange das Material entweichen kann, passiert nichts. Verschließt sich der Spalt durch Sand oder Matsch, sammelt es sich zu einer Blase. Weh tut das zunächst nicht, weil in Hufwand und Sohle keine Nerven liegen. Erst wenn die dünner werdende Hornschicht zur Lederhaut durchbricht oder stark auf sie drückt, geht das Pferd stocklahm und kann den betroffenen Huf oft gar nicht mehr aufsetzen.
Tierarzt oder Hufbearbeiter suchen die Stelle mit der Hufuntersuchungszange: Es wird gezielt Druck auf einzelne Bereiche ausgeübt. Dort, wo die Schmerzreaktion am stärksten ist, wird das Geschwür vermutet. Hinweise geben außerdem die Schonhaltung im Schritt und die Pulsation im Vergleich mit den anderen Hufen. Ein dunkler Punkt oder ein feiner Spalt im Horn kann den Eintrittskanal zeigen.
Nach dem Eröffnen eines Hufgeschwürs durch Tierarzt oder Hufbearbeiter lässt der Druckschmerz oft schnell – teilweise sofort – nach, und das Pferd beginnt, den Huf wieder zu belasten.
Manchmal ist die Schmerzreaktion zu diffus, oder das Geschwür sitzt zu tief, um es sinnvoll zu öffnen. Dann wird ein feuchter Hufverband angelegt, klassisch der Sauerkrautverband: Sauerkraut bildet die innerste Schicht, darüber kommen Verbandwatte und eine abdichtende Lage Panzertape. Der Verband bleibt in der Regel zwei bis drei Tage am Huf – danach hat sich das Geschwür meist geöffnet, oder es wird frisch gemacht. Alternativ wird ein Angussverband verwendet, der ein- bis zweimal täglich mit Flüssigkeit begossen wird.
Der Sinn liegt in der Feuchtigkeit. Sauerkraut hält den Huf über lange Zeit feucht, das Horn weicht auf, und das eingeschlossene Material findet leichter einen Weg nach außen – entweder bricht das Geschwür von selbst auf, oder es lässt sich danach leichter lokalisieren und öffnen. Den Milchsäurebakterien wird zusätzlich eine entzündungshemmende Wirkung zugeschrieben, gekühltes Sauerkraut kühlt den Huf. Babywindeln eignen sich als Polster weniger gut, weil sie Feuchtigkeit binden statt sie abzugeben.
Der Hufabszess entsteht nicht im Horn, sondern in der durchbluteten Huflederhaut. Erkennbar ist er am Material: Während beim Hufgeschwür dünne, stinkende Flüssigkeit austritt, findet man hier gelben, cremigen Eiter. Die Bakterien können dort Gewebe zersetzen und im schlimmsten Fall das Hufbein angreifen. Ein Hufabszess gehört deshalb immer in tierärztliche Hand – der Tierarzt entscheidet über Röntgen und systemische Antibiotika.
Am Anfang steht meist eine Verletzung, durch die Keime in die Lederhaut gelangen.
Eine plötzliche Lahmheit ist nicht beweisend. In Frage kommen ebenso Nageldruck, eine Prellung oder ein Bluterguss der Sohle sowie eine beginnende Hufrehe. Auch Verletzungen an Sehne oder Hufbein verursachen akute Lahmheit.
Diese Informationen dienen der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei Verdacht wende Dich bitte umgehend an Deine Tierärztin oder Deinen Tierarzt.
So läuft es ab
Das Pferd sollte an einem vertrauten, sauberen und witterungsgeschützten Anbindeplatz mit ebenem Untergrund bereitstehen. Hufe bereits gründlich gesäubert.
(In sommerlichen Trockenperioden mittels Schlamm- oder Seifenlaugenbad für mindestens 30–45 Minuten einweichen und nicht vor der Bearbeitung säubern!)
Umfassende Beurteilung jedes Hufes und Festlegung des individuellen Bearbeitungsziels unter Berücksichtigung von Fehlstellungen und aktuellem Zustand. Für die anschließende fachgerechte Barhufbearbeitung nehme ich mir die Zeit, die je nach Hufgröße, Witterung und Pferdeverhalten benötigt wird.
Die Hufbearbeitung vor Ort wird durch eine sorgfältige Nachbereitung ergänzt. In bedarfsgerechten Abständen werden Fotos erstellt, um die Hufentwicklung zu dokumentieren und sowohl im Anschluss an die Termine als auch zwischen den Terminen mit den vereinbarten Bearbeitungszielen abzugleichen. Nachbereitung und Dokumentation sind im regulären Preis enthalten.
Unterstützung bei Training sowie bei der Arbeit und im Umgang mit dem Pferd.
Für meine Hufkunden
Preisübersicht
Die Bezahlung erfolgt per Vorkasse, d.h. zum Termin vor Bearbeitungsbeginn in bar, per PayPal oder Banküberweisung (diese bitte rechtzeitig vor dem Termin veranlassen).
Individuelle Barhufbearbeitung aller vier Hufe inkl. Hufbefundung.
Durch größere Hufe und höheres Pferdegewicht entsteht ein erhöhter Zeitaufwand.
Kontakt
Momentan leider nur in Ausnahmefällen Neukundenannahme. Nimm trotzdem gern Kontakt auf!
+49 178 254 66 26
Während der Arbeit lautlos. Bitte Nachricht hinterlassen oder WhatsApp senden.
Berliner Umland, Mecklenburg-Vorpommern, Südschweden
Das Pferd sollte an einem vertrauten, sauberen und witterungsgeschützten Anbindeplatz mit ebenem Untergrund bereitstehen. Hufe bitte bereits gesäubert vorhalten.
Abrupte Stellungsveränderungen werden vermieden – der Fokus liegt stets auf der optimalen Pferdegesundheit.
Akzeptierte Zahlungsarten:
Über mich
Mein Leben mit Pferden
Ungefähr im Alter von 12 Jahren begann ich, mich regelmäßig mit Pferden zu beschäftigen: Die ersten Reitversuche machte ich auf einem Ponyhof, später folgte Reitunterricht in einem klassischen Reitschulbetrieb – mit dem damals üblichen, oft militärisch anmutenden Umgangston und teils zweifelhaften Trainingsmethoden.
Während der Schulzeit betreute ich, neben der Vorbereitung auf das Abitur, täglich die Turnierpferde einiger Pferdebesitzer und durfte sie teils eigenständig, teils unter Anleitung reiten. So sammelte ich auch meine ersten Turniererfahrungen. Direkt nach der bestandenen Führerscheinprüfung lernte ich nicht nur das Autofahren, sondern auch das Fahren mit Pferdeanhänger und später mit dem Pferdetransporter.
Dieses Leben zwischen dem „normalen Alltag" in der Schule und später bei der Arbeit und dem Leben mit den Pferden nach Feierabend bzw. in der Freizeit prägte viele Jahre meines Lebens: Wochentags ging es oft nachmittags nach der Schule oder nach Feierabend bis in die späten Abendstunden zu den Pferden und zum Training, am Wochenende dann zu den „wildesten Uhrzeiten" auf die Turnierplätze – frühmorgens los und sonntags erst spätabends zurück. So entstand ein breiter Erfahrungsschatz rund um Training, den Umgang mit Pferden – und Menschen – in stressigem Umfeld und das Turniergeschehen allgemein.
Mit meinem ersten eigenen Pferd „Filou", das ich mit einer wenig optimistischen Krankheitsgeschichte übernahm, konnte ich gemeinsam der Faszination des Wetteiferns und der Freude an Turnieren nachgehen. Besonders dankbar bin ich dabei den wundervollen Trainern Günter Till und Angela Siesslack – ich denke noch heute gerne an diese tolle Zeit zurück – und auch die weltbesten (😉) Pferde Roqueta und Udelia bleiben unvergessen und für immer in meinem Herzen.
Mein beruflicher Werdegang
Nach dem Abitur absolvierte ich eine Berufsausbildung zur Datenverarbeitungskauffrau und studierte anschließend Betriebswirtschaft und Rechnungswesen (Lehramt). Mein Studium finanzierte ich mir mit meiner selbständigen Tätigkeit als Promoterin. Nach dem Vordiplom im Fach Betriebswirtschaftslehre legte ich eine „kreative Pause“ ein und bewarb mich als Saisonflugbegleiterin bei der Deutschen Lufthansa, wo mir nach dem Bestehen der Einstellungstests eine Festanstellung angeboten wurde. Ich hängte die Uni „an den Nagel“ und blieb 10½ Jahre der Fliegerei treu, wenn auch nach anfänglicher Vollzeittätigkeit später in Teilzeit und mit weiterer selbständiger Tätigkeit als Buchhalterin.
Das Heimweh holte mich schließlich ganz an den Boden zurück und ich machte mich nach erlangter Trainer-C-Lizenz mit meinem Reitbetrieb selbständig. Hier kümmerte ich mich 10 Jahre lang um die Organisation und Durchführung des Reitunterrichts, die Versorgung der Pferde sowie die Verwaltung und Buchhaltung meines Betriebes.
Im Jahr 2015 begann ich die berufsbegleitende Ausbildung zur Huforthopädin, um meinen Pferden zu gesünderen Hufen zu verhelfen. Ich erweiterte das Tätigkeitsfeld auch auf die Pferde anderer Besitzer und gab letztendlich wegen der zeitlichen Unvereinbarkeit beider Berufe nach 10 Jahren den Reitbetrieb endgültig auf. Seit 2019 bin ich hauptberuflich als Huforthopädin tätig und freue mich, mit dieser interessanten und abwechslungsreichen Aufgabe zur Gesundheit und dem Wohlergehen der Pferde beitragen zu können.
Auf nach Schweden
Im Jahr 2026 bot sich uns die Gelegenheit, die wir „beim Schopf gepackt" haben – und so machten wir uns auf den Weg nach Schweden. Seitdem kann ich beruflich nicht nur in Deutschland, sondern auch im wunderschönen Schweden tätig sein. Ein persönlicher Schicksalsschlag hat mich dazu bewogen, zudem noch berufsbegleitend eine Ausbildung zur Tierheilpraktikerin zu beginnen. Mit diesem Wissen möchte ich künftig unseren Hunden (und Hühnern) helfen können und nicht mehr in die Situation geraten, meiner Intuition mangels Fachwissen nicht folgen und entsprechend handeln zu können. Und wer weiß? Vielleicht kann ich meine bisherige berufliche Tätigkeit noch um einige Gebiete erweitern.
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